Puma or Mountain lion, Puma concolor
 

Puma (Puma concolor)

Allgemeine Informationen

Das Verbreitungsgebiet des Pumas, auch Silberlöwe oder Kuguar genannt, erstreckt sich vom nördlichen Westkanada über Mittelamerika bis ins südliche Patagonien. Heute ist sein Bestand stark zurückgegangen und auf von Menschen schwach besiedelte Gebiete reduziert. In den USA überlebte er die Ausrottungswellen nur in den Rocky Mountains, Cascade Range, in den Wüsten und Halbwüsten des Südwestens und in den Everglade-Sümpfen von Florida. Der Bestand des Pumas in freier Wildbahn ist nur noch in Schutzgebieten gesichert.

Einordnung im Tierreich

Klasse: Säugetiere
Ordnung: Raubtiere
Familie: Katzen

Körpergröße

Gewicht: 34 – 72 kg
Schulterhöhe:  bis 85 cm

Fortpflanzung

Paarungszeit: zwischen November und Juni
Tragzeit: ca. 3 Monate
Wurfgröße: 1 – 6 Junge

Merkmale

Der Puma ist zwar leopardengroß, gehört aber dennoch zu den Kleinkatzen. Sein Kopf ist relativ klein, der Körper schlank. Seine Hinterläufe sind proportional länger als bei anderen Katzen. Das Fell des Pumas ist kurz und dicht. Bei den extrem nördlichen und südlichen sowie bei den Gebirgsformen ist es mit reichlicher Unterwolle versehen. Je nördlicher sein Verbreitungsgebiet liegt, desto größere Formen werden angetroffen. Seine Färbung reicht von Silbergrau über Ocker bis hin zu einem rötlichen Braun. Starke Farbvariationen gibt es auch unter Geschwistern. Schwarze Pumas gibt es nur sehr selten.

Nahrung

Säugetiere von Maus- bis Elchgröße, vornehmlich Hirsche, aber auch andere Raubtiere, z. B. junge Bären, junge oder einzelne alte Wölfe, Kojoten und Luchse. In der Nähe menschlicher Siedlungen auch Schafe, Ziegen und Kälber.

Lebensweise

Pumas sind Tag- und Dämmerungstiere und in stark bejagten Gebieten auch Nachttiere. Sie sind Bodenbewohner, die sehr gut klettern können. Sie springen ausgezeichnet, zielsicher, weit und hoch. Aus dem Stand zum Beispiel 6 bis 7 Meter weit und bis zu 5,5 Meter hoch. Bei Gefahr flüchten sie auf Bäume. Sie sind wasserscheu, dennoch können sie ausgezeichnet schwimmen. Pumas sind ortstreue Einzelgänger mit festen Wechseln zu Wasserstellen und Sonnenplätzen, ausgepolsterten Ruhe- und Schlafverstecken. Ihre Wurfplätze befinden sich in Felsspalten, Baumhöhlen, Pflanzendickichten oder in Erdhöhlen anderer Tiere. Zur Paarungszeit verlassen beide Geschlechter ihr Revier, um einander aufzusuchen. Der Beuteerwerb erfolgt durch Auflauern oder Anschleichen bis auf Sprungweite, dann erfolgt ein überfallartiger Fangsprung. Pumas setzen Beute, wenn sie beim ersten Mal entkommt, nicht nach.