wildschwein
 

Wildschwein (Sus scrofa)

Allgemeine Informationen

Wildschweine sind in verschiedenen Unterarten in Europa (außer Großbritannien und Norwegen) bis Südostasien und durch Einbürgerung in Nord- und Südamerika, Australien sowie auf vielen Inseln verbreitet. Mit den vielen Unterarten sind die Schweine als Stammform an der Haustierwerdung des Hausschweines beteiligt.

Einordnung im Tierreich

Klasse: Säugetiere
Ordnung: Paarhufer
Familie: Schweine

Körpergröße

Körperlänge: bis 2 m
Schulterhöhe: bis 1,10 m
Gewicht: bis 350 kg (z. B. alte Keiler)

Fortpflanzung

Paarungszeit: November bis Dezember
Tragzeit: 114 – 118 Tage
Anzahl der Jungen: 4 – 10

Merkmale

Wildschweine haben ein dichtes Fell mit borstenartigen Grannen. Im Winter ist es dunkelgrau und im Sommer durch helle Haarspitzen aufgehellt. Von der Stirn bis über den Rücken verläuft ein Kamm langer Borsten. Die Schulterhaut erwachsener Keiler ist als Schild oft stark verdickt und derb. Beim Keiler sind die oberen und unteren Eckzähne aufwärts gekrümmt, dabei sind die unteren Eckzähne deutlich länger als die oberen.

Nahrung

Als Allesfresser gehören zu ihrer Nahrung Wildfrüchte wie Eicheln und Bucheckern, Gräser, Wildkräuter, Wurzeln, Knollen, Pilze, Feldfrüchte des Menschen, bodenlebende Insektenlarven, Würmer, Schnecken, kranke oder fluchtunfähige Wirbeltiere, Vogeleier aus Bodengelegen und auch Aas.

Lebensweise

Wildschweine leben ortstreu in festen Revieren, wenn sie nicht gestört werden und genügend Wasser vorhanden ist. Die weiblichen Tiere leben in Mutterfamilien. Dabei können mehrere Familien eine Rotte bilden, in welcher eine feste Rangordnung herrscht. Männliche Tiere dagegen sind Einzelgänger. In der Paarungszeit konkurrieren sie um die Weibchen. Hochtragende Bachen errichten einen Wurfkessel aus Laub und Zweigen. Je nach Witterung führt die Bache ihre Frischlinge von dort nach etwa zwei bis drei Wochen fort.