Mehr Wissen vermitteln: Tiergarten nimmt Bildungsauftrag ernst

„Jettes Erlebnisfarm“ im Neustrelitzer Tiergarten, im Frühjahr 2018 eröffnet, wächst stetig und ist damit immer wieder einen Besuch wert. Gleich drei Erweiterungen sind in diesen Tagen fertiggestellt worden oder stehen kurz vor ihrer Vollendung. „Wir nehmen unseren Bildungsauftrag sehr ernst“, betont die Abteilungsleiterin Tiergarten der Stadtwerke Neustrelitz, Constanze Köbing.
So lädt der Schulgarten demnächst kleine und große Botaniker ein. Während witzige Aufsteller schon für Vorfreude sorgen, werden die Pflanzen in den kommenden Tagen professionell in die Erde gebracht. Besonderen Wert haben die Tiergartenmitarbeiter darauf gelegt, dass sich hier alte Arten und Sorten finden, die aus dem Alltag zu verschwinden drohen oder es schon sind. Nebenan hat sich die Schar der Haustiere sichtlich vergrößert: Hühner scharren, Ziegen meckern und Kaninchen mümmeln.

Ein neuer Wissenspylon stellt vier schützenswerte Tierarten vor: Fledermaus, Laubfrosch, Eremit, auch Juchtenkäfer genannt, und Siebenschläfer. Dem Eremiten gelten im Tiergarten übrigens auch wissenschaftliche Forschungen.

Schließlich erweitert der Tiergarten sein Tourenprogramm um die „Heldentour“. Dabei laufen die Jungen und Mädchen mit entsprechender Ausrüstung im Gürtel acht Erlebnisstationen an und suchen ein Lösungswort. Am Ende winkt den Findigen eine Belohnung. Gebucht werden kann in Kürze im Kassenbereich.

Der Tiergarten Neustrelitz trägt das Bildungssiegel des Deutschen Wildgehegeverbandes. Außerdem bemüht er sich um die Anerkennung als außerschulischer Lernort.

Kükensegen im Tiergarten: Brutraum bewährt bei Nandu und Huhn

Der Brutraum auf Jettes Erlebnisfarm im Neustrelitzer Tiergarten hat sich schon bestens bewährt. Bereits im Startjahr der Farm 2018 waren erste Versuche mit Nandu- und Hühnereiern erfolgreich. Momentan ist erneut großes Küken-Schlüpfen angesagt. Neben den „gemeinen“ Haushühnern wird auch Holländischen Zwerghaubenhühnern und Wyandotten zu Nachwuchs verholfen, den sie sonst nicht gehabt hätten. Die putzige Wattebäusche sollen, wenn sie an Größe zugelegt haben, den Schulbauernhof bevölkern.
Zunächst bleiben die Eier für 21 Tage im Brüter, bevor sie dann in den sogenannten Schlupfbrüter wandern. Hier kommen innerhalb von ein bis drei Tagen bei optimaler Luftfeuchtigkeit dann die flaumigen Vögelchen zur Welt. Nach dem Schlüpfen, zehn Küken quer Beet haben ihre Eierschalen schon abgeworfen, brauchen diese noch etliche Rotlicht-Einheiten in einem kleinen Gehege. Erst dann werden sie von den rührigen Tierpflegern öffentlich zugelassen. Der Brutraum selbst kann aus naheliegenden Gründen von den Besuchern leider nicht eingesehen werden.

Tiergarten verschafft Nasenbären-Trio jede Menge Auslauf

Nasenbär müsste man sein und im Tiergarten der Neustrelitzer Stadtwerke leben! Dann könnte man mal eben eine Erbschaft machen und flugs sein Grundstück um zwei Drittel vergrößern. Die Nasenbären-Brüder Tick, Trick und Track, seit 2013 in Neustrelitz im früheren Wildkatzengehege zu Hause, erhalten dieser Tage zu ihrem Stammrevier noch jede Menge Auslauffläche. Sie profitieren von der Nachbarschaft zur ehemaligen Puma-Adresse, die nun umgebaut und dem putzigen Trio zugeschlagen wird.
Deutschlands ältester Puma, Raubkatze Ronja, hatte um Weihnachten 2017 im Alter von 22 Jahren eingeschläfert werden müssen. Nach Auskunft von Tiergartenleiterin Constanze Köbing hat ihre Einrichtung den Plan nicht aufgegeben, wieder Pumas zu halten. „Das ist aber ein sehr anspruchsvolles Vorhaben, das nicht von heute auf morgen bewerkstelligt werden kann.“
Das neue, artgerechte Nasenbärengehege kommt übrigens ohne optische Trennung zu den Tieren aus, was die Besucher freuen wird. Hier soll dem Bildungsauftrag des Tiergartens entsprechend auch über das aktuelle Thema invasive Arten informiert werden, zu denen der Nasenbär zählt.

Bahnhof San Francisco steht zu Ostern im Tiergarten Neustrelitz

Wer schon immer einmal mit der Bahn nach San Francisco reisen wollte, hat dazu am Ostersonntag, den 21. April, im Neustrelitzer Tiergarten Gelegenheit. Von 9 bis 17 Uhr können die kleinen Besucher in den Old Western Train steigen und nach Herzenslust auf dem Festplatz Runden drehen.
Von 9 bis 12 Uhr findet die traditionelle Ostereiersuche für die ganze Familie im Tiergarten statt. Auch in diesem Jahr gilt: Wer fündig wird, kann sein Kunststoff-Ei an der Bühne gegen eine Süßigkeit eintauschen. Dazu gibt es bei ermäßigtem Eintritt Musik und weitere Leckereien vom Grill und aus der Waffelbäckerei. Fertiggestellt präsentiert sich der neue Eingangsbereich mit dem wesentlich erweiterten Bistro, das unbedingt zum Verweilen einlädt. Bei schönem Wetter wird mit Sicherheit die Terrasse bevölkert sein.
Ostern im Tiergarten bedeutet immer auch, sich bei einem Rundgang an tierischem Nachwuchs erfreuen zu können. In diesem Jahr stehen die im März auf die Welt gekommenen sechs Kune Kune Schweinchen ganz bestimmt im Mittelpunkt. Mutter Beatrix ist da ein herzallerliebster erster Wurf gelungen. Aber auch Ziegenlämmer oder flauschige Küken dürften für das blanke Entzücken sorgen. Und Jettes Erlebnisfarm ist immer einen Abstecher wert.

Saugut: Sechs Kune Kune Schweinchen verzücken im Tiergarten

Die erklärten Besucherlieblinge im Neustrelitzer Tiergarten sind derzeit sechs kleine Kune Kune Schweinchen. Die Geschwister haben am 11. März das Licht der Welt erblickt und sind der erste Wurf von Mama Beatrix. Alle Tierpfleger sind sich einig, dass die frischgebackene Mama ihre Sache wirklich saugut macht.
Kune Kune stammen wahrscheinlich von chinesischen Schweinen ab und sind Mitte des 18. Jahrhunderts über Handelswege nach Neuseeland zu den Ureinwohnern, den Maori, gelangt. In deren Sprache bedeutet Kune Kune „fett und rund“. Die Schweine durften sich frei in den Ortschaften bewegen und suchten in und um die Häuser herum nach Nahrung. Veränderte Ernährungsgewohnheiten der Maoris brachte in den 70er Jahren des 19.Jahrhunderts die Rasse fast zum Aussterben.
Heute gibt es in vielen Ländern wieder Liebhaber dieser robusten Tiere. Es sind kleine Schweine mit kurzen Beinen, einem gedrungenen, runden Leib und einer stumpfen, etwas offen stehenden Schnauze. Einzigartig bei dieser Rasse sind die Piri Piri (Läppchen) am Unterkiefer. Kune Kune gibt es in vielen prächtigen Farben. Im Allgemeinen sind die Tiere gefleckt. Sie sind immer gutmütig, freundlich und ruhig.
Der Tiergarten Neustrelitz ist ab 1. April von 9 bis 17 Uhr geöffnet, also eine Stunde länger. Am Ostersonntag, den 21. April, findet hier das traditionelle Ostereiersuchen für die ganze Familie statt.